Die Aktion „Vereint Artenvielfalt schaffen“ hat begonnen

 

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Endlich konnten wir mit unserer Gemeinschaftsaktion starten. Nach mehrmaliger Terminverschiebung aufgrund der Corona-Vorschriften, konnten wir nun mit den ersten Arbeitsschritten beginnen. Bei herrlichem Sonnenschein wurde zuerst eine Fläche von etwa 60 qm an der Mehrzweckhalle aufgeraut. Dank Helmut Becker, der diese Arbeit mit seinem Bagger erledigte, war dies kein Problem. Nun wurden Tuffsteine geschnitten, behauen und als niedrige Trockenmauer verbaut. Die Steine dazu sind zum Teil Mauersteine alter Häuser aus der Region, die wir bei einem Recycling-Baustoffhandel ganz in der Nähe erwerben konnte. Einen Großteil der Steine wurde uns von Freunden geschenkt. Ganz herzlichen Dank dafür! Das hat uns riesig gefreut.

Nachdem die Trockenmauer saß, wurde das entstandene Beet zum Teil mit dem zuvor gelockerten Material wieder gefüllt. Zusätzlich wurde das Ganze noch mit mineralischem Substrat und einer Schicht Grünschnittkompost ergänzt. Da es sich bei der neuen Anlage um ein Magerbeet handelt, ist es wichtig, dafür nährstoffarmes Material zu verwenden.

Auf solchen mageren Beeten wachsen die meisten heimischen Wildstauden. Häufig findet man hier viele selten gewordene Kräuter und Stauden, die für Wildbienen und andere Insekten besonders wertvoll sind. Von diesen hitzeresistenten Pflanzen gibt es eine große, wunderbare Vielfalt, die einen vollsonnigen Platz bevorzugen.

Um Wildbienen und Insekten noch zusätzliche Nistmöglichkeiten zu bieten, wurde das Beet zum Schluss noch mit Steinhaufen und Totholz ausgestattet. Eigentlich sollte dieses besser Lebensholz und nicht Totholz heißen, da sie zu den lebendigsten Lebensräumen in unserer Natur zählen.

Viele Insekten, die auch in unseren Gärten vorkommen, profitieren davon, ob als Nahrung, Versteck oder Baumaterial. Arten wie die gewöhnliche Löcherbiene, die blauschwarze Holzbiene die gemeine Goldwespe, der Goldrosenkäfer oder der gemeine Widderbock sind vom Totholz abhängig oder können darauf nur schlecht verzichten (Quelle https://www.nabu.de/umwelt).

Alle Bienenarten sind in der Wahl ihrer Nistplätze mehr oder weniger hochspezialisiert. Es ist von entscheidender Bedeutung für die Verbreitung einer Bienenart, ob und in welcher Häufigkeit geeignete, artspezifische Nistplätze zur Verfügung stehen.

Daher ist eine große Auswahl von Nistmöglichkeiten wichtig.

Wildbienennester findet man auch in der Erde, in Pflanzenstängeln, an Steinen und Mauerritzen oder auch in leeren Schneckenhäusern. (Quelle:

https://www.wildbienen.info/nistweise/nistplatzwahl.php)

Im eigenen Garten lässt sich also vieles gestalten, um Wildbienen und anderen Insekten einen Lebensraum zu schaffen. An dem Magerbeet an der Mehrzweckhalle kann jeder man schon bald beobachten, wie aus einer toten Schotterfläche ein artenreicher Lebensraum entsteht. Und das mit nur wenigen Änderungen. Gemeinsam macht das besonders viel Spaß und alle Helfer sind mit Freude dabei, die Fläche in ein Bienenparadies zu verwandeln. Allen Helfern hierfür einen ganz besonderen Dank. Wer sich für die Aktion interessiert, kann diese gerne online verfolgen:

https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de/eintrag/vereint-artenvielfalt-schaffen/