Kehrig summt Ansitzstangen für Mäusebussard

 

Ncht nur Bienen und Insekten brauchen unsere Hilfe, auch Greifvögel gilt es zu unterstützen.

BienenKehrig

Dazu haben wir mit unserer Initiative an der Streuobstwiese und am oberen Bausberg Ansitzstangen für Greifvögel aufgestellt.

Ein kreisender Mäusebussard über den Feldern ist sicherlich vielen ein vertrautes Bild. Doch auch dieser majestätische Vogel ist mittlerweile gefährdet.

Der Mäusebussard ist einer unserer größten Greifvögel. Seine Spannweite beträgt fast 120 cm. Im Flug erkennt man ihn leicht an den breiten Flügeln und dem kurzen Schwanz. Ein Männchen wird etwa 700 bis 800 Gramm schwer. Ein ausgewachsenes Weibchen wiegt 880 bis 1000 Gramm.

Der Name „Bussard“ setzt sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „buse“, was soviel heißt wie Katze, und aus dem Wort „Aar“ (= Adler) zusammen. Man könnte also „Bussard“ mit „Katzenadler“ übersetzen.

Der Mäusebussard ernährt sich vor allem von Feld- und Wühlmäusen. Zur Jagd sucht er Felder, Weiden und Wiesen auf. Dort erbeutet er außer Mäusen auch junge Kaninchen und Reptilien. Unser häufigster Beutegreifer ist ein erfolgreicher Jäger mit unterschiedlichen Jagdmethoden. Einerseits kreist er in gut 100 Metern Höhe umher und hält nach Beute Ausschau. Hat er ein geeignetes Beutetier entdeckt, geht er kurz in den Rüttelflug über, so wie es auch für den Turmfalken üblich ist. Dadurch kann er sein Opfer zielgenau anvisieren, um dann hinab zu stürzen. Dabei bleibt er, mit den Flügeln schlagend, in der Luft stehen. Sein Flügelschlag ist während des Rüttelflugs langsamer als der des Turmfalken, wodurch er nicht so lange in dieser Position verweilen kann. Meist dreht er nach wenigen Flügelschlägen ab, um wieder in den Gleitflug über zu gehen.

Eine andere Jagdmethode ist die Ansitzjagd, indem er sich auf einen Randbaum von Waldungen oder einen Zaunpfahl setzt. Diese Methode ist viel energiesparender. Die Vögel sitzen auf Bäumen oder Weidepfosten und warten geduldig, bis sie Beute erspähen. In ausgedehnten Ackerfluren herrscht häufig ein Mangel an geeigneten Ansitzwarten.

(Quellen: www.lbv.de; www.wald-rlp.de)

Mit einer Ansitzstange, die sich leicht aus einem langen Rundholz und einer Querstange bauen lässt, hilft man den Vögeln ihr Futter leichter zu erbeuten. Diese werden dann gezielt an Feldrändern aufgestellt. Besonders im Winterhalbjahr müssen Greifvögel Energie sparen. Sie sind dann stärker als im Sommer auf geeignete Sitzwarten angewiesen.

Einen guten Überblick ist dabei wichtig: Je höher die Warte, desto größer der einsehbare Umkreis. Sitzstangen sollten deshalb mindestens zwei Meter aus dem Boden ragen, besser deutlich mehr.

Wir hoffen nun, dass die Sitzmöglichkeiten von den Greifvögeln angenommen werden. Wer eine entsprechende Beobachtung macht, kann uns dies gerne mitteilen. Wir sind sehr gespannt auf die ersten Gäste und freuen uns über jegliche Beobachtung.