Elztal III: Verfahren liegt auf Eis

 

Projekt Flurbereinigung im Wald aufgeschoben

Monreal/Kehrig. Das vorgesehene Waldflurbereinigungsprojekt in Gemarkungsteilen der Gemeinden Düngenheim, Kehrig und Monreal kann vorläufig nicht durchgeführt werden. Das teilt das zuständige Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel (DLR) mit Sitz in Mayen mit.

Beim Vorhaben Elztal III sollte es um 660 Hektar Gesamtfläche gehen, wovon 275 Hektar aus Privatwald bestehen. Schon 2014 hat es in den drei Ortsgemeinden Infotermine zu dem angedachten Verfahren gegeben. Dort wurden vorbereitende Akzeptanzveranstaltungen mit den Grundstückseigentümern durchgeführt. Ziel des geplanten Verfahrens war es, die Bewirtschaftung des Privatwaldes zu mobilisieren. Zwar hat es Interesse an einer Flurbereinigung gegeben, die in diesem Fall – auch wegen vieler Erbengemeinschaften und etlicher brachliegender Flächen – sinnvoll erscheint. Aber derzeit sieht sich das DLR nicht in der Lage, dieses Verfahren zu bearbeiten, sagt Rolf Schäfer vom Dienstleistungszentrum.

Begründet wird dies mit dem großen Aufwand, der dort nötig ist. Bei den Flächen bei Düngenheim, Kehrig und Monreal handelt es sich nach Aussagen von Schäfer um einen sensiblen Bereich mit steilen Hanglagen und ökologischen Flächen. Insbesondere durch die gesteigerten Anforderungen aufgrund des Naturschutzes ist die umfangreiche Arbeit, die ein Verfahren bedeuten würde, aktuell nicht vom DLR zu leisten.

Seit einiger Zeit wird das Dienstleitungszentrum mit einer sehr großen Nachfrage nach Flurbereinigungen konfrontiert. Daher habe das Projekt Elztal III neu bewertet werden müssen, teilt Sebastian Turck, Abteilungsleiter des DLR, mit. Im Ergebnis sei man zu der Entscheidung gelangt, das Projekt nicht weiterzubearbeiten. Es wird aber weiter in der Liste der Interessenbekundungen geführt und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, unter veränderten Rahmenbedingungen, noch einmal aufgegriffen. Diese auch für das DLR bedauerliche Entwicklung habe man, so Turck, den betreffenden Ortsbürgermeistern in einem gemeinsamen Gespräch mitgeteilt. afu