Ausrüstung der Feuerwehr Kehrig bekommt „frischen Wind“

 

 

Nicht nur das offene Feuer, sondern auch der damit einhergehende Brandrauch stellen bei einem Einsatz innerhalb eines Gebäudes erhebliche Gefahren für die Verletzten und Einsatzkräfte dar. Massive Sichtbehinderungen, Rauchgasvergiftungen und Angstreaktionen sind oftmals die Folgen mit denen Feuerwehrkameraden und eingeschlossene Personen bei einem Brand zu kämpfen haben. Neben Löschmaßnahmen kann hier ein mobiler Hochleistungslüfter Abhilfe schaffen. Durch das kontrollierte Entlüften des Einsatzobjektes wird der Brandrauch aus dem Gebäude gedrückt. Für die nötige Luft wird das Gerät im Idealfall an einer geeigneten Öffnung im unteren Bereich des Objektes platziert und sorgt hier für den nötigen Überdruck. Die Einsatzkräfte müssen jedoch gleichzeitig auch eine geeignete Stelle für den Rauchabzug finden. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich diese Öffnung wiederrum im oberen Bereich eines Gebäudes befindet und auch, dass kein unkontrolliertes Lüften erfolgt. Das Öffnen mehrerer Fenster kann im schlimmsten Fall ein kontrolliertes Entlüften verhindern. Ein solcher Lüfter kann während und auch nach den Löscharbeiten Anwendung finden.

Durch die großzügige Spende des Feuerwehrkameraden Daniel Keifenheim, konnte die Freiwillige Feuerwehr Kehrig nun in den Besitz eines solchen Lüfters gelangen. Bei dem mobilen Gerät handelt es sich um einen benzinbetriebenen Überdrucklüfter der Marke Tempest. 32.000 m³ pro Stunde kann der Lüfter unter Volllast bewegen und hat dann, mit einer Einsatzdauer von 1,5 Stunden pro Tankfüllung, genügend Ausdauer um auch große Objekte zu belüften und für Rauchfreiheit zu sorgen. Wehrführer Michael Michels stellte heraus, dass der Einsatzwert der Feuerwehr Kehrig durch den Lüfter deutlich erhöht wird. „Bei der vor Kurzem stattgefundenen Gemeinschaftsübung mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kaifenheim, hätten wir den Lüfter schon gut gebrauchen können“, äußerte sich der stellvertretende Wehrführer Daniel May. Bei dieser Übung wurde ein Brand in einem Werkstattkomplex angenommen. Durch eine Nebelmaschine wurde das gesamte Gebäude „verraucht“, was den unter Atemschutz vorgehenden Kameraden die Suche nach Vermissten deutlich erschwerte. Ein Lüfter hätte in diesem Fall sicher Abhilfe schaffen können.

Das Vorhalten der Ausrüstung ist die eine Sache, doch es geht auch darum, diese richtig einzusetzen. Aus diesem Grund ist eine Übung mit dem gut erhaltenen, gebrauchten Hochleistungslüfter fest im Übungsplan des Jahres 2018 vorgesehen.

Die Feuerwehr Kehrig möchte sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Daniel Keifenheim für die Spende bedanken.