Kehrig summt

Ein Blumenschotterrasen fürʼs Bürgerhaus

 

KehrigSummt

Sandglöckchen, Mauerpfeffer und Kartäusernelke im Juni 2020 

Im Oktober 2018 wurde von unserer Gruppe „Kehrig summt“ vor dem Bürgerhaus ehrenamtlich ein Blumenschotterrasen zur Steigerung der Biodiversität eingesät.

Dieser entwickelt sich nach mehrmaliger Kontrolle langsam aber dennoch kontinuierlichweiter. In diesem Jahr blühten trotz Hitze und sehr geringem Niederschlag zahlreiche Wildkräuter wie Sandglöckchen, Kartäusernelke, Mauerpfeffer, Sandthymian und vieles mehr. Sie alle tragen zur Nahrungsgrundlage für Wildbiene & Co. bei. Solche Flächen werden, je dichter sie im Laufe der Zeit zuwachsen, zur Reduzierung der Klimaerwärmung beitragen, da sie Feuchtigkeit speichern und dadurch ihre Umgebung kühlen.

Der Blumenschotterrasen ist eine Begrünungsmethode für den naturnahen Wegebau. Sie wurde speziell für Fußwege, Zufahrten und Stellplätze konzipiert. Nach der Aussaat entwickelt sich zunächst ein spärlicher, später dann ein niedriger,dichter und vor allem sehr blütenreicher Bewuchs. Dies kann aber ein paar Jahre

dauern. Daher ist hier sehr viel Geduld gefragt.

Das Schöne an diesem Blumenschotterrasen ist, er entwickelt sich je nach Beanspruchung. Stark betretene Pfade bleiben niedrig. Hier wächst beispielsweise der teppichbildende Quendel während in den Randbereichen viele schöne Arten wie das Sonnenröschen gedeihen. Er blüht den ganzen Sommer über und man braucht ihn

nicht zu mähen. Außerdemmuss er nicht gewässert werden, wodurch wertvolle Ressourcen gespart werden.

Die Fläche am Bürgerhaus, sowie zwei weiter von „Kehrig summt“ naturnahangelegten Bereiche, wurden als Modellflächen des Projekts „Mehr als nurGrün“ registriert und aufgenommen.

Das Projekt „Mehr als nurGrün“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadtverwaltung Koblenz (Umweltamt) und der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz (Integrierte Umweltberatung). Ziel des Projekts ist es Impulse für die Gestaltung von privaten und öffentlichen Grünflächen zu geben, umdem Rückgang der Artenvielfalt, insbesondere dem Insektensterben entgegen zu wirkenund einen Beitrag zu einem erträglicheren Klima in

Städten und Gemeinden zu leisten. (Quelle: mehr-als-nur-grün.de)

Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass wir auch die Fläche am Bürgerhaus als Modellprojekt nutzen dürfen und freuen uns auf weitere Aktionen im Sinne der Biodiversität für die Natur, aber vor allemauch für uns Menschen.

In diesem Sinne wünschen wir allen LeserInnen viel Interesse an der Natur.