Aktion „Kehrig Summt mit“ geht weiter

 

Einige Aktivisten/innen trafen sich an der Streuobstwiese „Am Siegenpfad“ um weitere Maßnahmen für die Gestaltung der vorhandenen Ausgleichsfläche zu besprechen. Es wurde u.a. erörtert, 2 Ruhebänke aufzustellen, 2 heimische Hecken zu pflanzen die den Bienen und Vögel Lebensraum bietet und die komplette Fläche der Streuobstwiese erst mal umzupflügen und dann entsprechend u.a. als Blumenwiese einzusähen. Bei der Auswahl des Saatgutes wird von Frau Iris Fuhrmann darauf geachtet dass wir nur zertifizierte Sorten verwenden.

Denn nicht alle Blüten bieten Nahrung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz weisst darauf hin, das fast 80 Prozent der Freilandzierpflanzen und Stauden, die im Handel erhältlich sind, aufgrund züchterischer Veränderungen für Insekten nicht nutzbar sind. Die Züchtungen mit gefüllten Blüten – also die besonders prächtig wirkenden Varianten mit mehr Blütenblättern bieten wenig oder gar keinen Nektar und Pollen mehr. Bienen und Hummeln sind jetzt auf der Nahrungssuche und wer neue Pflanzen setzt, sollte auf insektenfreundliche Sorten achten. Die Bienen werden leider immer weniger. Aufgrund der Pflanzenschutzmittel und Stickstoffe finden Bienen und andere Bestäuber immer weniger Blütenpflanzen. Ortsbürgermeister Herbert Keifenheim berichtete u.a. aus der Umwelt- und Strukturausschusssitzung und der Verbandsgemeinderatssitzung der Verbandsgemeinde Vordereifel. Da der Verlust an biologischer Vielfalt immer näher stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rückt, sind Maßnahmen notwendig. Die Verbandsgemeinde Vordereifel ist dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ beigetreten. 2 weitere Flächen sollen in Kehrig noch mit in die Maßnahmen mit einfließen. Einmal Grünland/landwirtschaftliche Fläche die für die anstehende Renaturierung des Klosterbaches von der Verbandsgemeinde Vordereifel erworben wurde. Die Maßnahme wird über die Aktion „Blaus Plus“ gefördert. Die Fläche kann dann teilweise in eine bienenfreundliche Wiese umgewandelt werden und zum anderen wird vom Abwasserwerk in Kombination mit unserer Aktion „Kehrig summt mit“ eine Teilfläche am ehemaligen Kläranlagenstandort mit speziellem Saatgut in eine bienenfreundliche Wiese hergestellt. Die Kehriger Aktivisten/innen sind erfreut dass immer mehr Menschen auch umdenken und vorhandene „Steinflächen“ mit privatem Grün ersetzen. Mittlerweile gibt es auch ein Umdenken bei den Städten. Es gibt jetzt eine gemeinsame Kampagne des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und der BGL-Initaitive „Grün in die Stadt“. Weitere Informationen findet man unter www.gruen-in-die-stadt.de. Die Bienen versorgen uns nicht nur mit leckerem Honig, sondern bestäuben auch rund 80 Prozent der Pflanzen und sichern damit das Überleben unserer Umwelt.