In Kehrig stehen einige Veränderungen an

Investitionen Vier große Projekte sind geplant, doch bei der Umsetzung gibt es noch Schwierigkeiten

 

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

 

Kehrig. Einiges vorgenommen hat sich die Gemeinde Kehrig für die kommenden Jahre. Vier wichtige Projekte sind derzeit in der Planung, doch die Umsetzung der Vorhaben ist an manchen Stellen nicht ganz einfach:

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Die Kinder der Grundschule Kehrig sollen neue Toiletten erhalten. Dazu werden die Garagen (links) umgebaut. Daneben ist eine neue Küche geplant. Damit die Schüler trockenen Fußes in die Sanitäranlage kommen, soll eine Überdachung errichtet werden. F

 

1 Sanierung der Grundschule: Umfangreich waren die ursprünglichen Vorstellungen, was an der Kehriger Grundschule passieren soll. Von Gesamtinvestitionen in einem Umfang von rund einer halben Million Euro war die Rede. „Wir wollten die komplette Schule umbauen“, erklärt Ortsbürgermeister Herbert Keifenheim. Doch aus der gewünschten Förderung aus dem Investitionsprogramm 3.0 wird leider nichts, sagt er. Deshalb musste die Gemeinde bei den Ideen abspecken. Nun ist für dieses Jahr ein Anlaufbetrag von 280 000 Euro für die Sanierung der Grundschule angedacht. Die reduzierte Variante sieht vor, eine neue Toilettenanlage für die Kinder zu schaffen. Darüber hinaus geht es um die Überdachung des Pausenhofs. Mit den Arbeiten wird jedoch erst frühestens in ein bis zwei Jahren begonnen, denn die Hoffnung auf einen Zuschuss haben die Kehriger noch nicht aufgegeben. Sie wollen an Mittel aus dem Schulförderprogramm kommen. Ob das Geld tatsächlich fließen wird und wie hoch der Förderbetrag am Ende sein wird, ist noch unklar. „Es gibt noch mehrere Faktoren zu prüfen“, betont Keifenheim.

2 Weitere Bauplätze: Mit dem Baugebiet „Ober dem Pörschpesch“ hat die Gemeinde Kehrig bereits rund 20 zusätzliche Grundstücke geschaffen. Doch die Nachfrage nach Bauland hält an. Derzeit gibt es etwa zehn Interessenten, die feste Absichten hegen, im Bereich „Ober dem Pörschpesch“ zu bauen. „Die Nachfrage ist da, weil Kehrig eine gute Lage hat und die Preise bei uns noch human sind“, sagt Keifenheim. Deshalb hatte der Gemeinderat schon vor Längerem entschieden, das Neubaugebiet zu erweitern. 19 neue Bauplätze sollen entstehen (die RZ berichtete). Für die Straßenentwurfsplanung und ein Gutachten, das bis zum Sommer fertig sein soll, sind im Haushaltsplan der Gemeinde 20 000 Euro eingeplant. Doch es gibt ein Problem: Die Gemeinde ist nicht im Besitz der Flächen, der Grunderwerb ist noch nicht in trockenen Tüchern. Deshalb wird sich das Projekt noch hinziehen. „Wir sind dabei zu prüfen, ob sich die Gemeinde auch auf anderen Flächen entwickeln kann.“

3 Erweiterung des Gewerbeparks: Eine Ausdehnung wünscht sich die Gemeinde auch beim Gewerbegebiet. Drei heimische Firmen haben Interesse bekundet, sich im Bereich „Rote Hohl“ anzusiedeln, wenn dort zusätzlicher Platz geschaffen wird. Unterhalb der jetzigen Gewerbeflächen sollen zusätzliche 50 000 Quadratmeter ausgewiesen werden. Doch auch hier könnte das Vorhaben am Grunderwerb scheitern: Mit dem Eigentümer der Fläche hat man sich noch nicht auf einen Kauf geeinigt. Keifenheim sieht jedoch wenig Alternativen: „Der Flächennutzungsplan lässt eine Entwicklung nur in Richtung Gering zu“, erklärt er. Ein Umlegeverfahren kommt nicht in Betracht.

 

4 Arbeiten am Klosterbach: Weil die Hauptabwassersammlung schadhaft und zu klein geworden ist, lässt das Abwasserwerk Vordereifel in diesem Jahr einen 600 Meter umfassenden Teil des Kanals in Kehrig austauschen. Die rund 700 000 teure Maßnahme soll in der kommenden Woche beginnen. In diesem Zusammenhang soll auch – in einem zweiten Schritt – ein Teil der Verrohrung des Klosterbach erneuert werden. Diese Arbeiten finden voraussichtlich erst 2019 statt und kosten die Ortsgemeinde Kehrig rund 115 000 Euro.